Es geht auch ohne DFB

Wir haben uns sehr gefreut zu sehen, dass unser Artikel nach sehr langer Wartezeit nun endlich online ist. Umso mehr ärgern wir uns aber über den Titel.

Denn wir sind keine soziale „Auffangstation“ und das haben unsere Spieler auch nicht nötig. Vielmehr sind wir ein eingetragener und gemeinnütziger Sportverein mit dem Ziel, Spaß und Freude am Fußball zu familienfreundlichen Zeiten zu haben.
Wir sind eine bunte Truppe, ob groß oder klein, ob dick oder dünn, ob schlau oder noch schlauer
Jeder ist ein Teil der Truppe und jeder hilft mit, der GCL zu sein.
Und am Ende zählt doch nur eins: das Runde muss ins Eckige und zwar mit einem Lächeln

Over and out.

Hier gehts zum OTZ Artikel

 

Gera. Sonntag für Sonntag rollt der Fußball im Wettspielbetrieb. Dafür trainieren die Teams mehrmals in der Woche. Wer das nicht will oder kann, aber dennoch Lust auf die Jagd nach dem runden Leder hat, der ist beim Generationenclub Lusan genau richtig.

„Wir sind ein Freizeitverein, der in keiner DFB-Spielklasse beheimatet ist. Wir wollen unsere Mitglieder fördern und fordern, aber nur, wenn es deren Zeit erlaubt“, sagt Marcel Platzer . Der 34-jährige Chemielaborant ist der Vereinschef beim GCL Gera . Von 2004 bis 2012 gab es den Club schon einmal. 2016 hat man sich neu erfunden und steht seit Februar 2017 als eingetragener Verein auch im Vereinsregister. Trainiert wird in der kalten Jahreszeit sonntags von 13 bis 15 Uhr in einer Lusaner Sporthalle. „Viele unserer Mitglieder haben nur am Wochenende Zeit. Da nehmen wir auch an Turnieren befreundeter Freizeitmannschaften teil, die aus Thüringen , Sachsen oder Sachsen-Anhalt stammen. Bestimmt 15 Mal im Jahr sind wir so unterwegs“, verrät Marcel Platzer . Zugleich ist der GCL Gera Mitglied in der Bunten Liga Mitteldeutschland. Das ist ein Dachgremium für Freizeitfußball-Mannschaften mit Sitz in Naumburg , das diverse Turniere organisiert, wobei jeder Mitgliedsverein einmal im Jahr Gastgeber ist.

Derzeit sind beim GCL Gera 22 Mitglieder organisiert. Immer wieder stoßen Neueinsteiger hinzu. Viel geschieht übers Hörensagen, über Mundpropaganda. Zudem informiert der Verein auf einer Facebook-Seite über seine Aktivitäten. Auch eine Internetseite ist im Wiederaufbau begriffen. „Wir sehen uns als soziale Auffangstation. Logisch, dass es da auch immer mal Reibereien zwischen einzelnen Fußballern gibt. Das ist wie in der Gesellschaft an sich“, weiß Vereinsvorsitzender Marcel Platzer , der in der Vorstandsarbeit von Schatzmeisterin Christine Schild und von Michael Gelfort in Sachen Öffentlichkeitsarbeit unterstützt wird. Als sportlicher Leiter fungiert Ronny Thees . „Wir sind keine besonders eleganten Fußballer. Der Kampfgeist dominiert bei uns. Jüngst haben wir in Halle einen vierten Platz beim Turnier belegt. Das war eine starke Leistung. Sonst ordnen wir uns meist nicht so weit vorn ein. Aber es geht uns ja auch nicht nur um die Platzierungen. Alle Spieler sollen ihre Einsatzzeiten erhalten“, so Marcel Platzer .

Im Februar standen weitere Turnierteilnahmen in Chemnitz (9. Platz beim Lauchkompanie-Cup) und beim SV 1876 Gera-Pforten an. Anmelden will man sich beim Geraer Stadtsportbund, mit dessen Geschäftsführer Norbert Kietzmann die GCL-Verantwortlichen bereits gesprochen haben. Die Gemeinnützigkeit hat man schon vom Finanzamt zugesprochen bekommen. In Zukunft will der GCL Gera auch eigene Turniere organisieren. Im Sommer könnte man sich eines in Liebschwitz vorstellen, im nächsten Winter auch ein Hallenturnier. „Wir haben noch viel vor und wollen die Sportlandschaft in der Stadt mit unserer ungezwungenen Art, Fußball zu spielen, weiter bereichern“, so Michael Platzer .

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